Willkommen in Beutow

Die Dorfgemeinschaft

Seit 1981...

Durch die Auflösung der Gastwirtschaft wurde die Schaffung einer neuen Begegnungsstätte beschlossen. 1981 wurde der Verein "Dorfgemeinschaft Beutow e.V." gegründet. Die Idee, einen Verein zu gründen hatte Magdalene Schulz, die auf einem Dorffest in Ottes Scheune die Satzung der Dorfgemeinschaft Satemin mitbrachte und vorschlug, auch in Beutow einen solchen Verein zu gründen. Nachdem sich Wilhelm Schomburg mit viel Eifer bemüht hatte, Zustimmung zu einer Vereinsgründung im Dorf zu erlangen, legte Wolfgang Streit in einer Gründungsversammlung am 25.01.1980 einen Satzungsentwurf vor. 17 Anwesende beschlossen, den Verein zu gründen. Der Verein hat heute ca. 50 Mitglieder. Zweck und Ziel der Dorfgemeinschaft Beutow sind die Gestaltung des örtlichen Gemeinschaftslebens, die Pflege des dörflichen Kulturgutes, die Gestaltung des Dorfbildes und der Feldmark und die Wahrnehmung dörflicher Interessen. In mehreren Vorstandssitzungen und Versammlungen wuirde mit Unterstützung der Ortsvertrauensleute Manfred Hahlbohm, Adolf Soltau, Eberhardt von Plato und Walter Wolfrath der Plan diskutiert, dass 1976 stillgelegte und unbenutzte Kalthaus umzubauen und zu vergrößern. In der Mitgliederversammlung am 12.02.1982 wurde einstimmig beschlossen, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem ehemaligen Schulzweckverband Grabow, einer großzügigen Spende Dr. Heinz Meyer und größtmöglicher Eigenleistung im Frühjahr 1982 mit dem Um- und Ausbau des Kalthauses zu beginnen.

Am 17.09.1983 war die offiziell Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses. Anwesend waren die geladenen Gäste Samtgemeinde Bürgermeister von Plato, Bürgermeister Hinsch, Stadtdirektor Krüger, Herr Wilke vom Bauamt, Herr Steinfurt sowie alle Vereinsmitglieder.

Um die Gestaltung des Dorfbildes abzurunden wurde auf Anregung des damaligen Ortsvertrauensmann Herrn von Plato 1985 ein Antrag an die Samtgemeinde Lüchow gestellt, eine Wendeschleife um die 1912 gepflanzte "Friedenseiche" herzustellen. Die Schleife war notwendig geworden, nachdem der Weg um die Eiche durch die Nutzung von Versorgungsfahrzeugen unbrauchbar geworden war und der Schulbus nach Weisung nur noch am Dorfeingang halten sollte. Nach Gegenwehr der Mütter durch Schulboykott wurde, nach einigen Widerständen seitens der Stadt, schließlich die Schleife auch gebaut und zünftig eingeweiht wurde.

Zu den Aktivitäten der Dorfgemeinschaft gehört das seit ca. 25 Jahren stattfindende jährliche Dorffest. Anfänglich wurde bei Kaisers in der Scheune, danach bei Ottes und seit einigen Jahren bei Penkes auf dem Hof gefeiert. Es erfreut jährlich Jung und Alt. Bereits zweimal fand in den vergangenen Jahren ein Zeltfest statt, das jedes Mal ca. 300 Besucher aus den umliegenden Dörfern anlockte. Weiterhin finden jährlich die Aktion "Sauberes Dorf", eine Fahrradtour, eine Busfahrt, Grillabende, ein Laternenfest und ein Adventnachmittag für die ältere Bevölkerung statt. Ein weiterer Höhepunkt ist das Osterfeuer, das es schon seit einigen Jahrhunderten hier gibt. In alten Aufzeichnungen ist zu lesen: "In Beitow is dat so moo, dat de Bessenstumels von dat ganze Johr uphängt wörn bet Ostern. Poar Dag vör Ostern wörn se denn von de Dörpsch Kinners affhoalt, um Osterobend, wenn dat Osterfüer brennen schüll, de Lü mit de anstäkt Bessestumels no Osterbarg ruplücht". Nach dem Osterfeuer wird die sogenannte "Kreihenköst" abgehalten. Den Überlieferungen zu folge war es Sinn dieser "Krähenhochzeit", den Knechten und jungen Leuten aus dem Dorf ein Dankeschön zu spenden, weil Sie durch das Ausnehmen der Krähennester zu Ostern die Vermehrung der Krähen verhinderte, da diese auf den Felder die auflaufende Saat vernichtete.

Selbst die "Jecken" zogen einige Male durch das Dorf. Nachdem Anfang der 60er Jahre der Karneval einschlief, wurde 1983 ein erneuter Anlauf genommen, Jameln und Breselenz ein wenig Konkurrenz zu machen. Nach vier lustigen Jahren wurde der "Narrenumzug" jedoch wieder eingestellt.
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